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Marokko startet WAFCON mit Rekord von 16 Nationen, Nigeria und Südafrika führen die Titeljagd an
EM
Emily Carter
vor 4 Wochen
Die Frauen-Afrikameisterschaft 2026 hat diese Woche offiziell in Marokko begonnen, wobei ein Rekord von 16 Teams um die prestigeträchtigste Trophäe des Kontinents im Frauenfußball kämpfen. Gastgeber Marokko, Titelverteidiger Nigeria und Dauerkontrahent Südafrika haben sich als frühe Favoriten in einem Turnier herauskristallisiert, das einen bedeutenden Meilenstein für den afrikanischen Frauenfußball darstellt. Das erweiterte Format, das das bisherige Teilnehmerfeld von acht Teams verdoppelt, spiegelt das rasante Wachstum des Frauenspiels auf dem gesamten Kontinent wider und findet nur wenige Monate vor der nächsten FIFA Frauen-Weltmeisterschaft statt.Marokko, das bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2023 das Achtelfinale erreichte, geht mit dem Vorteil der heimischen Unterstützung und einer Mannschaft, die wertvolle internationale Erfahrung gesammelt hat, in das Turnier. Die Atlas Lionesses unter der Leitung von Reynald Pedros haben auf ihre historische Weltcup-Teilnahme mit einer Reihe starker Leistungen in Freundschaftsspielen und regionalen Qualifikationsspielen aufgebaut. Ihr Eröffnungsspiel in Rabat lockte ein ausverkauftes Publikum an und unterstrich die wachsende Popularität des Frauenfußballs in der nordafrikanischen Nation. Nigerias Super Falcons, mit 11 Titeln das erfolgreichste Team in der Geschichte der WAFCON, streben nach einem enttäuschenden vierten Platz im Jahr 2022 danach, die Krone zurückzuerobern. Unter dem neuen Cheftrainer Randy Waldrum hat das Team erfahrene Stars wie Asisat Oshoala mit einer Reihe talentierter junger Spielerinnen aus der heimischen Liga und europäischen Vereinen kombiniert.Südafrikas Banyana Banyana, die amtierenden Meister nach ihrem historischen Triumph von 2022, sind entschlossen, ihren Titel trotz einer herausfordernden Gruppenauslosung zu verteidigen. Trainer Desiree Ellis hat den Kern der Mannschaft beibehalten, die die Ausgabe 2022 gewonnen hat, darunter Kapitänin Refiloe Jane und Starstürmerin Thembi Kgatlana, die kürzlich von einer langfristigen Verletzung zurückkehrte. Die Vorbereitung der Mannschaft wurde durch einen Vertragsstreit mit dem Südafrikanischen Fußballverband gestört, aber die Spielerinnen haben darauf bestanden, dass sie sich auf das Turnier konzentrieren.Zu den weiteren zu beobachtenden Teams gehören Kamerun, Ghana und Sambia, die alle in den letzten Jahren stark in Entwicklungsprogramme für Frauenfußball investiert haben.Die Erweiterung auf 16 Teams wurde von afrikanischen Fußballfunktionären weithin als Schritt hin zu mehr Inklusivität und Wettbewerbsfähigkeit gelobt. Der Kontinentalverband Afrikas (CAF) hat auch das Preisgeld und die Rundfunkberichterstattung erhöht, wobei die Spiele zum ersten Mal auf mehreren Plattformen live gestreamt werden. Allerdings war das Turnier nicht ohne Kontroversen. Mehrere Teams haben sich über unzureichende Unterkünfte und Trainingsmöglichkeiten beschwert, während Trainer Bedenken hinsichtlich der Platzqualität an einigen Austragungsorten geäußert haben. CAF hat zugesagt, diese Probleme anzugehen, aber die logistischen Herausforderungen bei der Ausrichtung eines 16-köpfigen Turniers in mehreren Städten bleiben erheblich.Für Marokko ist die Ausrichtung der WAFCON Teil einer breiteren Strategie, sich als Zentrum für Frauenfußball in Afrika zu etablieren. Das Land hat in Nachwuchsprogramme investiert, neue Stadien gebaut und eine professionelle Frauenliga ins Leben gerufen. Der Erfolg der Nationalmannschaft hat eine Generation junger Mädchen dazu inspiriert, diesen Sport auszuüben, und lokale Beamte hoffen, dass das Turnier diese Dynamik beschleunigen wird. In der Zwischenzeit sind Nigeria und Südafrika in eine erbitterte Rivalität verwickelt, die den afrikanischen Frauenfußball im letzten Jahrzehnt geprägt hat. Ihr mögliches Aufeinandertreffen in den K.-o.-Runden wäre ein Höhepunkt des Wettbewerbs.Während die Gruppenphase fortschreitet, liefert das Turnier bereits Dramatik und Überraschungen. Außenseiter wie Tansania und Botswana haben gezeigt, dass sie keine leichten Gegner mehr sind, während traditionelle Schwergewichte wie Ghana Mühe hatten, ihren Rhythmus zu finden. Das erweiterte Format bedeutet, dass jedes Spiel Gewicht hat, wobei nur die beiden besten Teams jeder Gruppe ins Viertelfinale einziehen. Die K.-o.-Runden versprechen intensive Kämpfe, und das Finale ist für den 25. Juli im Mohammed-V.-Stadion in Casablanca angesetzt.Die WAFCON 2026 ist mehr als nur ein Fußballturnier; sie ist ein Statement über den Aufstieg des Frauensports in Afrika. Mit Rekordbeteiligung, wachsenden Investitionen und leidenschaftlicher Fanunterstützung signalisiert der Kontinent seinen Ehrgeiz, auf der globalen Bühne zu konkurrieren. Der Gewinner wird nicht nur die Trophäe erhalten, sondern sich auch einen direkten Startplatz für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 sichern, was jedem Spiel eine zusätzliche Bedeutung verleiht. Vorerst richten sich alle Augen auf Marokko, wo Geschichte Spiel für Spiel geschrieben wird.
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