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Franklin Templeton schlägt neue ETFs vor, die Firmendividenden in Bitcoin umwandeln

AL
Alice Morgan
vor 3 Wochen7 Min. Lesezeit
Franklin Templeton, der globale Investmentriese mit einem verwalteten Vermögen von über 1,5 Billionen US-Dollar, hat bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) einen Vorschlag für eine neue Art von Exchange-Traded Funds (ETFs) eingereicht, die Firmendividenden in Bitcoin umwandeln würden. Dieser Schritt, der diese Woche in regulatorischen Einreichungen bekannt gegeben wurde, stellt einen der direktesten Versuche dar, traditionelle Aktienertragsstrategien mit dem Ökosystem digitaler Vermögenswerte zu verknüpfen und einkommenssuchenden Anlegern möglicherweise eine neue Möglichkeit zu bieten, Kryptowährungen zu nutzen, ohne sie direkt zu halten.Die vorgeschlagenen Fonds, die vorläufig den Namen Franklin Dividend-to-Bitcoin ETFs tragen, würden hauptsächlich in ein Portfolio dividendenpflichtiger Aktien investieren – wahrscheinlich von Blue-Chip-Unternehmen mit konsistenten Ausschüttungshistorien – und dann systematisch einen Teil der erhaltenen Bardividenden zum Kauf von Bitcoin verwenden. Die Struktur soll den Anlegern die Stabilität von Aktieneinkommen bieten und gleichzeitig das Aufwärtspotenzial von Bitcoin nutzen, wenn auch mit der zusätzlichen Volatilität, die mit der Kryptowährung einhergeht. Franklin Templeton hat die spezifischen Aktien oder den genauen Prozentsatz der Dividenden, die für Bitcoin-Käufe verwendet würden, nicht bekannt gegeben, aber Branchenanalysten gehen davon aus, dass die Zuweisung je nach Marktbedingungen und regulatorischer Genehmigung von 10% bis 25% der Dividendeneinnahmen reichen könnte.Dieser Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der traditionelle Vermögensverwalter zunehmend nach Wegen suchen, digitale Vermögenswerte in Mainstream-Portfolios zu integrieren. Die Genehmigung von Spot-Bitcoin-ETFs durch die SEC im Januar 2024 öffnete die Schleusen für institutionelle Beteiligung, und Franklin Templeton selbst brachte Anfang dieses Jahres einen Spot-Bitcoin-ETF auf den Markt. Das Dividend-to-Bitcoin-Konzept ist jedoch einzigartig, da es die Kryptowährungsexponierung an einen wiederkehrenden Einkommensstrom bindet und nicht an eine Einmalinvestition. „Dies ist eine kreative Möglichkeit, zwei Welten zu vereinen, die historisch getrennt waren: Dividendeninvestitionen und Krypto“, sagte James Seyffart, ein ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence. „Es könnte Rentner oder konservative Anleger ansprechen, die einen Fuß in der Krypto-Tür haben möchten, ohne ihre Einkommensstrategie aufzugeben.“Die Einreichung unterstreicht auch den wachsenden Trend des „Yield Farming“ innerhalb regulierter Finanzprodukte, obwohl der Ansatz von Franklin Templeton weitaus konservativer ist als die dezentralen Finanzprotokolle, die den Begriff populär gemacht haben. Durch die Verwendung von Firmendividenden als Finanzierungsquelle vermeidet der ETF die Notwendigkeit, dass Anleger Vermögenswerte verkaufen oder Token staken, was die Komplexität und potenzielle steuerliche Auswirkungen reduziert. Der Fonds würde wahrscheinlich periodisch neu ausbalanciert, wobei ein Teil seiner Aktienbestände verkauft würde, wenn die Dividendeneinnahmen hinter dem Bitcoin-Kaufziel zurückbleiben, oder Barmittel während ertragreicher Monate angesammelt würden.Regulatorische Hürden bleiben erheblich. Die SEC war historisch zurückhaltend bei Fonds, die aktiv Kryptowährungen handeln oder Derivate zur Exponierung nutzen, und die Dividend-to-Bitcoin-Struktur beinhaltet laufende Käufe eines volatilen Vermögenswerts. Franklin Templeton muss nachweisen, dass der Fondsprospekt die Risiken angemessen offenlegt, einschließlich der Preisschwankungen von Bitcoin, der Verwahrungsvereinbarungen und der Möglichkeit von Dividendensenkungen während wirtschaftlicher Abschwünge. Die Division of Investment Management der SEC wird die Einreichung voraussichtlich in den nächsten 90 Tagen prüfen, mit einer Entscheidung wahrscheinlich bis Ende 2026.Sollten die Franklin Dividend-to-Bitcoin ETFs genehmigt werden, könnten sie einen Präzedenzfall für andere Vermögensverwalter schaffen. BlackRock und Fidelity haben bereits Interesse an Hybridprodukten signalisiert, die traditionelle Wertpapiere mit digitalen Vermögenswerten vermischen, und eine erfolgreiche Einführung könnte die Entwicklung ähnlicher Fonds beschleunigen. Vorerst unterstreicht der Vorschlag einen breiteren Wandel: Die Wall Street experimentiert nicht mehr nur mit Krypto – sie entwickelt Produkte, die digitale Vermögenswerte in das Gefüge der Portfolio-Konstruktion einbetten. Die Anleger werden derweil genau beobachten, ob die SEC dies als Innovation oder als unnötiges Risiko betrachtet.
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