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Mann aus Florida bekennt sich wegen Förderung des 1,8-Milliarden-Dollar-Kryptobetrugs ‚HyperFund‘ schuldig
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David Collins
vor 11 Stunden7 Min. Lesezeit
Ein bekannter Kryptowährungs-Promoter aus Florida, seinen Online-Anhängern als „Bitcoin Rodney“ bekannt, hat sich der Anklage im Zusammenhang mit seiner Rolle bei der Bewerbung des riesigen globalen Betrugssystems HyperFund in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar schuldig bekannt. Rodney Burton, 54, gab vor einem Bundesgericht in Maryland zu, sich in einem Fall der Verschwörung zum Betreiben eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts schuldig gemacht zu haben.Das Schuldeingeständnis ist eine bedeutende Entwicklung in den laufenden Bemühungen der US-Behörden, das Netzwerk hinter einem der bisher größten Krypto-Schneeballsysteme zu zerschlagen. Burton droht nun eine Höchststrafe von fünf Jahren Bundesgefängnis für seine Beteiligung.Der Fall dreht sich um HyperFund, ein weitläufiges Unternehmen, das sich als legitime Investitionsplattform für Krypto-Assets ausgab. Bereits ab 2020 lockte die Organisation, auch bekannt als HyperTech, Investoren aus der ganzen Welt mit Versprechungen von außergewöhnlichen und passiven Renditen an und behauptete, diese würden aus groß angelegten Krypto-Mining-Operationen und anderen lukrativen Unternehmungen stammen.Die Promoter des Fonds prahlten mit täglichen Belohnungen von 0,5 % bis 1 %, Renditen, die durch legitime Marktaktivitäten praktisch unmöglich aufrechtzuerhalten wären. In Wirklichkeit hatte HyperFund laut Staatsanwaltschaft keine echte Einnahmequelle und funktionierte wie ein klassisches Ponzi-System, bei dem Geld von neuen Investoren verwendet wurde, um frühere auszuzahlen, während gleichzeitig Gelder an seine unsichtbaren Architekten abgezweigt wurden.Rodney Burton war nicht einer der Drahtzieher des Systems, aber er war eine Schlüsselfigur in dessen öffentlichkeitswirksamer Werbemaschinerie. Unter Nutzung seiner Marke „Bitcoin Rodney“ pflegte er das Image eines Selfmade-Krypto-Millionärs und nutzte seine Plattform, um aufwendige Veranstaltungen und Online-Webinare zu veranstalten, um potenzielle Opfer von der Legitimität von HyperFund zu überzeugen.Die Staatsanwaltschaft legte dar, wie Burton Werbevideos erstellte und die Plattform persönlich befürwortete, wodurch er faktisch als nicht lizenzierter Makler agierte. Er erhielt fast 7,9 Millionen US-Dollar an illegalen Einnahmen, die er durch eine Reihe von Transaktionen mit Tether (USDT), Bargeld und Überweisungen auf internationale Bankkonten wusch.Sein Schuldeingeständnis bezieht sich speziell auf diese Geldbewegungen und bestätigt, dass er ein Geschäft zum Transfer dieser kriminell erworbenen Vermögenswerte ohne die erforderlichen staatlichen oder bundesstaatlichen Lizenzen betrieben hat. Die Ermittlungen des Justizministeriums haben ein komplexes Netz von Promotern aufgedeckt, die daran arbeiteten, das System am Laufen zu halten.Burtons Schuldeingeständnis folgt dem von Brenda Chunga, einer Promoterin aus Maryland, bekannt als „Bitcoin Beautee“, die sich letztes Jahr wegen Verschwörung zum Überweisungsbetrug für ihre Rolle in demselben System schuldig bekannte. Während Promoter wie Burton und Chunga vor Gericht stehen, sind die mutmaßlichen Architekten von HyperFund, Sam Lee und Zijing „Ryan“ Xu, weiterhin auf der Flucht.Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat parallel Zivilklagen gegen Lee und Chunga eingereicht, um die Herausgabe unrechtmäßig erworbener Gewinne und zivilrechtliche Strafen zu erwirken. Der Zusammenbruch von HyperFund im Jahr 2022 hinterließ eine Spur finanzieller Verwüstung, da Investoren weltweit den Zugang zu ihren Geldern verloren, als die Plattform abrupt Auszahlungen blockierte.Burtons Fall unterstreicht ein hartnäckiges und gefährliches Element im Ökosystem der digitalen Vermögenswerte: die Rolle von Social-Media-Influencern bei der Verstärkung betrügerischer Systeme. Indem sie einen erstrebenswerten Lebensstil präsentieren, der angeblich durch ihre Investitionskompetenz finanziert wird, verleihen diese Promoter Operationen einen Anschein von Glaubwürdigkeit, die im Kern darauf ausgelegt sind, die Öffentlichkeit zu betrügen.Das Schuldeingeständnis dient als eindringliche Warnung an andere, die in Erwägung ziehen könnten, nicht registrierte Wertpapiere zu bewerben oder außerhalb der Finanzvorschriften zu agieren, und unterstreicht, dass die Bundesbehörden sich zunehmend darauf konzentrieren, alle Teilnehmer solcher Systeme zur Rechenschaft zu ziehen, nicht nur die Gründer. Während Burton auf seine Verurteilung wartet, ist die umfassendere Rechtssaga um HyperFund noch lange nicht vorbei.Die Fahndung nach Lee und Xu geht weiter, und der mühsame Prozess, die 1,8 Milliarden US-Dollar an Investorengeldern zurückzuverfolgen, ist im Gange. Für die zahllosen Opfer des Systems bleibt die Aussicht, ihre Verluste zurückzuerhalten, gering – eine düstere Realität nach den meisten großen Ponzi-Zusammenbrüchen. Der Fall ist eine deutliche Mahnung an die hohen Risiken in den weniger regulierten Bereichen des Kryptowährungsmarktes und bekräftigt den zeitlosen Anlagerat: Wenn eine Gelegenheit zu gut klingt, um wahr zu sein, ist sie es mit ziemlicher Sicherheit auch.
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