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Bank of England lockert Regeln für Stablecoins und führt Emissionsgrenze von 40 Milliarden Pfund ein

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David Collins
vor 3 Wochen7 Min. Lesezeit
Die Bank of England hat einen bedeutenden Schritt zur Integration digitaler Währungen in den Finanzrahmen des Landes unternommen und einen umfassenden Satz von Entwurfsregeln für systemrelevante Stablecoins veröffentlicht. In einem Schritt, der ein sorgfältiges Gleichgewicht zwischen der Förderung von Innovation und der Gewährleistung finanzieller Stabilität signalisiert, hat die Zentralbank einen flexibleren Ansatz bei den Eigenkapitalanforderungen vorgeschlagen und gleichzeitig eine vorübergehende Emissionsgrenze von 40 Milliarden Pfund für Pfund-denominierte Stablecoins eingeführt. Dieser lang erwartete regulatorische Vorschlag liefert das bisher deutlichste Bild davon, wie das Vereinigte Königreich digitale Vermögenswerte beaufsichtigen will, die integraler Bestandteil seiner Zahlungssysteme werden könnten.Das vorgeschlagene Regime, das unter den Befugnissen des Financial Services and Markets Act 2023 entwickelt wurde, zielt darauf ab, Stablecoins, die für Zahlungen verwendet werden, unter die regulatorische Aufsicht der Bank zu bringen und sie mit ähnlicher Gewichtung wie traditionelle Zahlungssysteme zu behandeln. Der Rahmen befasst sich mit einem der kritischsten Aspekte des Stablecoin-Betriebs: den Vermögenswerten, die sie decken. Die Bank hat ihre anfängliche Haltung gelockert, die darauf abzielte, Emittenten zu verpflichten, ihre Coins vollständig mit Zentralbankreserven zu decken. Die neuen Entwurfsregeln werden es Emittenten gestatten, ein sorgfältig verwaltetes Portfolio von kurzfristigen, hochwertigen Staatsanleihen neben Zentralbankeinlagen zu halten, was mehr operative Flexibilität bietet und das Vereinigte Königreich potenziell zu einem attraktiveren Markt für Stablecoin-Emittenten macht.Diese Lockerung der Deckungs Vermögenswerte wird jedoch mit einer robusten aufsichtsrechtlichen Absicherung kombiniert. Die Bank ersetzt eine komplexere Reihe von individuellen Haltegrenzen durch eine einfache, wenn auch vorübergehende, aggregierte Emissionsgrenze. Die Obergrenze von 40 Milliarden Pfund gilt für den Gesamtwert der im Umlauf befindlichen und von der Bank of England regulierten Pfund-denominierten Stablecoins. Offizielle haben angegeben, dass diese Grenze eine Vorsichtsmaßnahme ist, die darauf abzielt, den Gesamtumfang des systemischen Fußabdrucks zu begrenzen, während das neue Regulierungssystem eingerichtet und seine Wirksamkeit bewertet wird. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Markt, sich in einer kontrollierten Umgebung zu entwickeln und ein explosives Wachstum zu verhindern, das unvorhergesehene Risiken für das breitere britische Finanzsystem einführen könnte.Die Veröffentlichung dieser Entwurfsregeln ist ein Wendepunkt für den britischen Digital-Asset-Sektor, der seit Jahren auf regulatorische Klarheit wartet. Der Zusammenbruch algorithmischer Stablecoins wie TerraUSD im Jahr 2022 erhöhte die globale regulatorische Dringlichkeit, und die Reaktion des Vereinigten Königreichs wird als bewusster Versuch angesehen, ein weltweit führendes, aber sicheres Umfeld für Krypto-bezogene Aktivitäten zu schaffen. Für große Stablecoin-Emittenten wie Circle (USDC) und Tether (USDT), die überwiegend mit US-Dollar-gekoppelten Coins arbeiten, bietet der Rahmen einen klaren Weg zur Einführung und Skalierung regulierter, Pfund-gestützter Angebote. Die neuen Regeln sollen sicherstellen, dass im Falle eines Ausfalls eines systemrelevanten Stablecoins die Auswirkungen bewältigt werden können, ohne einen Dominoeffekt im Finanzsektor auszulösen, ein Kernprinzip der Finanzregulierung nach 2008.Die Vorschläge der Bank of England sind nun für die Branchenkonsultation geöffnet, und Rückmeldungen werden bis Anfang nächsten Jahres entgegengenommen. Diese Zeit wird für Fintech-Unternehmen und potenzielle Stablecoin-Emittenten entscheidend sein, um mit den Regulierungsbehörden in Kontakt zu treten und bei der Ausgestaltung der endgültigen Regeln mitzuhelfen. Gleichzeitig entwickelt die Financial Conduct Authority (FCA) ihre eigenen Regeln für das Verhalten und den Verbraucherschutz für den breiteren Krypto-Asset-Markt. Gemeinsam werden diese beiden regulatorischen Säulen die umfassende Architektur für digitale Vermögenswerte im Vereinigten Königreich bilden. Während andere Gerichtsbarkeiten, einschließlich der Europäischen Union mit ihrem MiCA-Rahmenwerk, ihre eigenen Regeln umsetzen, zielt der maßvolle Ansatz der Bank of England darauf ab, Großbritannien als wettbewerbsfähigen und verantwortungsbewussten Hub für die Zukunft des digitalen Finanzwesens zu positionieren.
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